Friedensbewegungen in Süd- und Nordamerika

Friedensbewegungen in Nordamerika

In Amerika schlossen sich 1815 überwiegend bürgerliche Menschenrechtler zur Friedensgesellschaft “American Peace Society” in New York City zusammen. Ihre Ziele waren vorrangig die Abschaffung der Sklaverei und des Freihandels. Die Mitglieder setzten sich vorwiegend aus religiösen und ethischen Vertretern zusammen, wodurch jegliche Form der militärischen Gewalt abgelehnt wurde.

Ab 1977 entstand aufgrund der Entwicklung der Neutronenbombe die Organisation “Die-in”, deren auffälligstes Merkmal es war, sich bei Demonstrationen auf ein bestimmtes Signal hin plötzlich wie tot auf den Boden zu legen. Dadurch wollten sie die zerstörerische Kraft der Neutronenbombe demonstrieren, welche die angebliche Fähigkeit besaß Leben zu vernichten, jedoch Gebäude und Material zu verschonen.

Eine sehr aktive Friedensgruppe befindet sich in Colorado und trägt den Namen “Colorado Campaign for Middle East Peace” und setzt sich, wie bereits aus dem Namen hervorgeht, besonders für den Frieden im Nahen Osten ein. Eine weitere Gruppe ist die “Kensington Weifare Rights Union”, welche die Arbeit von Martin Luther King fortsetzt, der sein Leben dafür lies, um eine vereinte Bewegung für den Frieden und gegen die US-Kräfte aufzubauen.

Einige weitere bekannten Antikriegbewegungen nennen sich wie folgt:
“Code Pink”
“United for Peace and Justice”
“Attack”
“Not in our Name”
“Answer”

Friedensbewegungen in Südamerika

Die wohl beeindruckendste Friedensorganisation in Südamerika wurde 1996 von den Jugendlichen Farlis, Juan und Jenny (17,16,13) in Kolumbien gegründet. Unterstützt wird die Kinder-Bewegung seit ihrer Gründung durch die UNICEF. Heute sind über 100.000 Jugendliche in der Kinder-Bewegung aktiv und betreiben Friedensarbeit im Alltag.

Des Weiteren sei hier die von den Vereinten Nationen anerkannte internationale Organisation “Peace Brigades International” genannt, welche eigene Ländergruppen in Guatemala, Kolumbien und Mexiko unterhält.
Erwähnenswert ist sicher auch die von Vivian Stromberg 1983 zusammen mit anderen Frauen in Nikaragua gegründete Organisation “Madre”, die sich inzwischen weit über die Grenzen Lateinamerikas hinaus ausdehnt.